Gioachino Rossini - Wilhelm Tell
«Wilhelm Tell» ist ein zentraler Bestandteil der Schweizer Kulturgeschichte. Wer kennt die Sage des mutigen Armbrustschützen aus Uri nicht, der vom gehässigen Landvogt Gessler dazu gezwungen wurde, einen Apfel vom Kopf seines eigenen Sohnes zu schiessen, nur weil er Gesslers Hut auf der Stange nicht grüssen wollte. Im Jahr 2026 wirkt der Schweizerische Befreiungskampf und der Aspekt der willkürlichen Tyrannenherrschaft unangenehm aktuell. Wilhelm Tell gehört zur Schweizer DNA wie Schokolade oder Jodeln und erlebt mindestens einmal jährlich am 1. August ein kleines Comeback.
Die Geschichte von Wilhelm Tell wurde schon oft erzählt. Am bekanntesten ist wohl die Erzählung von Friedrich Schiller, der die Sage weltberühmt machte. Etwas später hat der berühmte Komponist Gioachino Rossini eine Oper daraus gemacht, die unter dem Titel Guillaume Tell am 3.8.1829 in Paris uraufgeführt wurde. Sie sollte seine letzte Oper werden. Die ungewöhnlich lange Ouvertüre erlangte grosse Berühmtheit und wurde in verschiedenen Filmen zur Untermalung von Reitszenen verwendet. Eine weitere Besonderheit ist die Verwendung von Kuhreihen (frz. ranz des vaches), den typischen Melodien der Schweizerischen Hirten. Ebenfalls bemerkenswert an Rossinis Musik ist, wie sich die Natur darin spiegelt, wie z.B. der Sturm, die malerische Alpenlandschaft oder die aufgehende Sonne im Finale der Oper.
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